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KonzertReview

REVIEW | 22.11.2017 – Status Quo – Hannover

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REVIEW | 22.11.2017 – Status Quo – Hannover

Ohne Strom aber dennoch wiedererkannt

Vor einem Jahr rockten Status Quo die Swiss Life Hall zusammen mit Uriah Heep – damals waren die Instrumente der britischen Rocker noch an große und kraftvolle Verstärker angeschlossen.

Für die Briten war „The Last Night Of The Electrics“ die allerletzte elektrisch verstärkte Tour. Doch bevor sich die Urgesteine des Rocks endgültig von der Musik verabschieden, geben sie noch einmal so richtig Gas. Am Mittwochabend sind Status Quo im Rahmen ihrer Unplugged-Tour „AQUOSTIC LIVE“ – it rocks! nach Hannover zurückgekehrt und haben im Kuppelsaal des Kongresszentrums vor 1200 Menschen gespielt.

Als Support hatten die Briten an diesem Abend Ken Hensley, bis zu seinem Ausstieg im Jahr 1980 treibende Kraft von Uriah Heep, dabei. An Keyboard und Gitarre legte der Musiker ein Akustik-Set vor. Den mäßigen Gesang überspielte er dabei geschickt mit seiner charmanten Art. Ken Hensley ist ein geselliger Kerl, der gerne Geschichten erzählt und dabei auch mal leicht die Zeit vergisst. Während seines Sets hat er eine Geschichte nach der anderen erzählt und damit jeden seiner Songs anmoderiert. Ruhig und vollkommen in sich gekehrt saß er unter der großen Kuppel des Kongresszentrums – zum Abrocken eigneten sich seine Songs nicht, dafür aber zum Träumen.

Die Stimmung änderte sich an diesem Abend schlagartig, als Status Quo die Bühne betraten. Es dauerte exakt zwei Songs, dann war von einem Sitzkonzert keine Rede mehr. Zwischen den Stuhlreihen wurde ausgelassen zu „What You’re Proposing“, „Down, Down, Down“ und vielen weiteren Hits der Urgesteine getanzt. Spätestens bei den Klassikern „Whatever You Want“ und „Rocking All Over The World“ hat es dann niemanden mehr auf dem Stuhl gehalten.

Raus aus der eigenen Komfortzone und rein in ein neues Abenteuer, lautete an diesem Abend die Devise der Band – ganz ohne Verstärker und E-Gitarren, dafür mit vier bis fünf Akustikgitarren im Wechsel. Ihre Instrumente beherrschen sie auch nach über 50 Jahren Bühnenpräsenz noch perfekt. Francis Rossis und John Edwards‘ Finger wirbelten nur so über die Gitarren – und Basssaiten und Andy Brown haute auf seinem Keyboard ordentlich in die Tasten.

Seit Anfang der 60er-Jahre sind die Rockmusiker schon aktiv und zählen mit ihren unzähligen Studioalben zu den erfolgreichsten und langlebigsten Rockgruppen überhaupt. Den Sound von Status Quo erkennt man bereits an den ersten Takten – auch bei einem Acoustic-Set.

Status Quo legten an diesem Abend eine Punktlandung hin. Nach 90 Minuten war, nach einer umjubelten Zugabe und Standing Ovations, Schluss – gerade, als das Publikum richtig in Fahrt kam. Aber man soll ja bekanntlich aufhören wenn es am Schönsten ist. Von daher: Alles richtig gemacht!




 

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