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KonzertReview

FESTIVAL | 01.07.2017 – Vainstream Rockfest 2017 – Münster

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FESTIVAL | 01.07.2017 – Vainstream Rockfest 2017 – Münster

Am ersten Samstag im Juli findet in Münster das Vainstream Rockfest statt. Veranstalter Kingstar Music schafft es jedes Jahr mit einem hervorragenden Lineup den Platz für den Zwillingsbühnen restlos auszuverkaufen. So war es natürlich auch in diesem Jahr nur eine Frage der Zeit, bis das Gelände „Am Hawerkamp“ ausverkauft war, wo sich dich Fans unter anderem auf die Broilers, A Day To Remember, Dropkick Murphys und die Architects freuen durften.

Bereits zum Beginn um 9:45 Uhr herrschte beste Stimmung vor den Bühnen und Chelsea Grin, The Devil Wears Prada, Northlane, The Black Dahlia Murder und vor allem While She Sleep und Nasty heizten den Fans bis zum Mittag ordentlich ein.

Die erste Pause auf den Zwillingsbühnen nutzten die Kanadier von Obay The Brave auf der dritten Open Air Bühne nicht nur um den kanadischen Nationalfeiertag ausgiebig zu feiern, sondern auch um einige Fans für sich gewinnen zu können. Druckvoll und mit jeder Menge Spaß wusste die Band zu gefallen und dürfte sicherlich nicht zum letzten Mal beim Vainstream am Start gewesen sein.

Ebenfalls aus Kanada waren Comeback Kid angereist, die immer wieder gern gesehene Gäste in Münster sind. Sie eröffneten den zweiten Teil des Festivals auf der EMP Stage und rissen die Fans förmlich mit und setzten ein absolutes Zeichen in Sachen Stimmung.

Die gute Stimmung nahmen Against Me! direkt mit und zeigten einmal mehr, warum sie zu den besten Punk-Bands überhaupt zählen und Live immer unfassbare Qualitäten darbieten und gerade auf Festivals zu den absoluten Hochkarätern zählen. Mit einem Best-Of Set ließen Laura Jane Grace und Co. das Gelände ordentlich beben.

Zurück auf der Throwdown Stage gab es dann Punkrock aus Düsseldorf. Rogers hatten rund 30 Minuten Zeit die Stimmung aufrecht zu halten und schafften dies auch ohne Probleme. Mit ordentlich Crowd Surfing hatten die Securitys vor der Bühne im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun.

Richtig laut wurde es dann wieder mit Of Mice & Men. Die Kalifornier ließen es am Hawerkamp mit ihren Metalcore-Hymnen so richtig krachen und zeigten, warum sich viele der 13.000 Fans auf diese Band gefreut hatten.

Die Stimmung flachte anschließend bei der 187 Strassenbande rapide ab. Einen reinen Rap-Act ins Lineup zu nehmen, bei dem sonst über den gesamten Tag nur zwischen Punk- und Hardcore gemixt wird, war sicherlich nicht unbedingt gut für die Stimmung und so wurde zwar vereinzelt zu „187“ ein wenig gefeiert, jedoch quittierte der Großteil des Publikums den Auftritt mit Pfiffen.

Callejon holten anschließend jedoch die Eisen wieder aus dem Feuer und sorgten mit ihrem deutschen Metalcore wieder dafür, dass die Stimmungskurve steil nach oben ging. Mit einigen alten und neuen Songs, sowie Titeln aus ihrem Coveralbum brachten sie die Menge wieder ordentlich in Fahrt, die anschließend durch Feine Sahne Fischfilet auf der Nebenbühne wieder zum Kochen gebracht wurde. Feine Sahne Fischfilet haben sich in den letzten Jahren zu einem der wohl besten Live-Acts der Punk-Szene hervorgearbeitet und auch beim Vainstream bewiesen die Meklenburger wieder, dass sie auf keinem Festival fehlen dürfen. Die Menge feierte, Monchi machte seine berühmten Ansagen und so war eigentlich alles wie immer, aber doch irgendwie wieder ein weiterer legendärer Auftritt von FSF, der eine Menge Spaß machte.

Wieder zurück auf die dritte, kleine Bühne ging es mit Dave Hause & the Mermaids. Hause bot dabei einen der, wohl, besten Gigs des Festivals und sprühte nur so vor Spiel- und Feierlaune und verbreitete jede Menge gute Laune.

Mit den Architects ging es dann auf die Zielgerade des diesjährigen Vainstreams. Auf diesen Auftritt warteten alle wohl am meisten, da die Architects nach dem Tod von Gitarrist Tom Searle eines der ersten Konzerte mit seinem Nachfolger Adam Christianson spielen sollten. Es war ein absoluter Triumphzug der Band aus Brighton, England. Die Menge feierte die Band als wenn es kein Morgen mehr geben würde und auch auf der Bühne sah man, dass hier alles gegeben wurde. Der Auftritt machte Lust auf deutlich mehr.

Gern gesehene Vainstream-Gäste sind die Dropkick Murphys. Mit ihrem aktuellen Album „11 Short Stories of Pain & Glory“ waren die Bostoner schon auf Erfolgstour und setzen diese nun auf diversen Festivals in Europa fort. Auch in Münster ging es mit ordentlich Irish-Punk-Rock zur Sache und es blieb kein Auge trocken. Grossartig.

„Time to say goodbye“ hieß es beim Auftritt von A Day To Remember. Die Band aus Florida setzte mit dem Konzert beim Vainstream ein dickes Ausrufezeichen hinter eine erfolgreiche Europa-Tour, die auf dem Vainstream ihr Ende fand. Mit diesem Wissen war es ein Leichtes die Stimmung zwischen Band und Fans zum kochen zu bringen. Mit einer dicken Runde aus der Konfetti-Kanone ging es los und in Sachen Effekte und Licht fuhr die Band noch einmal alles auf. Alles gaben auch die Fans vor der Bühne und so wurde es insgesamt ein wirklicher Tag, an den man sich noch lange erinnern wird.

Den Abschluss des Vainstreams durften die Broilers bilden. Ihr Album „SIC!“ stieg direkt auf Platz 1 der deutschen Charts ein, die Tour dazu war quasi ausverkauft und so waren die 60 Minuten, die die Düsseldorfer zur Verfügung hatten, eigentlich auch schon fast zu kurz. Mit einigen Songs aus dem aktuellen Album und einem Mix aus Klassikern war die eine Stunde schnell vorbei, aber Samy Amara und Co. boten dabei wirklich einen grandiosen Auftritt ab und zeigten, dass sie zu Recht den Slot der letzten Band und damit des absoluten Headliners des diesjährigen Vainstream Rockfest 2017 inne hatten. Und wem die 60 Minuten zu kurz waren, hat im Winter noch einmal die Möglichkeit die Broilers in den Hallen des Landes zu erleben.


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