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KonzertReview

15.02.2017 | Gotthard – Capitol Hannover

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15.02.2017 | Gotthard – Capitol Hannover

Gotthard haben am Mittwochabend im Capitol Hannover ihrem Namen wirklich alle Ehre gemacht. Die Schweizer Hard-Rock-Band nennt sich nicht nur wie ein Gebirgsmassivs in den Schweizer Alpen – sondern präsentierte sich an diesem Abend ebenso gewaltig und wuchtig auf der Bühne.

Die beiden Leadgitarristen der sechsköpfigen Band, der Bassist sowie Sänger Nic Maeder bildeten eine wahre Front am vorderen Bühnenrand. Offensiv und bereit, den feierwütigen Fans einen unvergesslichen Abend zu bescheren. Das ist ihnen sichtlich gelungen. Das Capitol war brechend voll. Zwischen den Fans der ersten Stunde tummelten sich auch Jugendliche im vorderen Bereich der Bühne. Sogar ein neunjähriger Junge filmte das Konzert begeistert mit dem Smartphone seiner Eltern.

Seit nunmehr 25 Jahren begeistern Gotthard mit ihrem harten und durchdringenden Gitarrensound und den melodisch eingängigen Rockballaden besonders ihre Schweizer Fangemeinde. Denn dortzulande platzierte die Band ein Nummer-Eins-Album nach dem nächsten. Nicht umsonst gelten die Hard-Rocker als die bisher national erfolgreichste Rockband aus der Schweiz. Mit 11 Nummer-Eins-Studioalben, 12 einfach- oder mehrfach-Platinalben halten sich Gotthard wacker an der Spitze des Schweizer Musikberges.

Auch das aktuelle Album „Silver“, das Anfang des Jahres erschienen ist, hat dem Erfolg wahrlich keinen Abbruch getan. In Gegenteil. Gotthard sind zurück – mit einem Sound, der einem live ordentlich den Kopf frei pustet: Frisch, energievoll und dankbar. Dankbar vor allem für die Treue der Fans, die ihren Weg am Mittwoch in das Capitol gefunden haben. Sänger Nic Maeder und seine Bandkollegen schienen auf der Bühne mächtig Spaß zu haben und sich fast zu verausgaben. Ähnlich erging es dem Publikum. Kein Wunder, denn bereits die Pretty Maids, ein ähnlich Hard-Rock affiner Support aus Dänemark, haben sehr gute und vor allem laute Vorarbeit geleistet.

Und gerade, als die Fans bei Gotthard so richtig in Bewegung kamen, wurden Akustik-Gitarren und Barhocker geholt und unter anderem für die Songs „Heaven“ und „Angel“ die leiseren, ja fast schon besinnlichen Töne angestimmt, bevor die Band zum Ende hin mit heulenden Gitarren- und donnernden Schlagzeug-Soli noch einmal alle Register zog.

Nach etwas mehr als anderthalb Stunden verabschiedeten sich die Schweizer von der Bühne. Eines muss man ihnen lassen: Rockballaden mit Reibeisenstimme haben sie drauf. Den Fans hat es jedenfalls sichtlich gefallen. Sie hätten auch noch länger durchgehalten.



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